Johann Grander
Der Wassermann von Tirol
Erstausstrahlung: 18. 9. 2003 in BR-Alpha

Erstmals wird mit der Filmproduktion "Der Wassermann von Tirol" das Leben von Johann Grander dokumentarisch nachgezeichnet. Grander entpuppt sich in diesem Portrait nicht als kauziger Sonderling, sondern als humorvoller Gesprächspartner mit viel Altersweisheit und Selbstironie. Freunde und begeisterte Anwender des „Grander Wassers“, wie Hansi Hinterseer oder der Erzbischof von Salzburg, Alois Kothgasser melden sich zu Wort.
Johann Grander hat nur sieben Jahre die Volksschule im Tiroler Alpendorf besucht. Heute besuchen ihn Wissenschafter aus der ganzen Welt, um mit ihm über seine Erfindung der "Wasserbelebung" zu diskutieren. Johann Grander wurde am 24. April 1930 geboren und verlebte in der Zwischenkriegszeit eine karge Kindheit. Nach dem Krieg verdiente er den Familienunterhalt als Lastwagenfahrer und Tankstellenpächter und übte als Lokalpolitiker eine magische Anziehungskraft auf seine Umgebung aus. Ende der 70er-Jahre zog er sich völlig von der Außenwelt zurück, um mit Naturmagneten und Wasser zu experimentieren. Ehefrau und Kinder sorgten für das überlebensnotwendige Einkommen. Im Dorf galt er zeitweise als verschollen oder als kauziger Sonderling. Ende der 80-Jahre schließlich präsentierte er sein "belebtes Wasser".
Granders Erfindung versetzt, vereinfacht formuliert, Wasser in die Lage, anderes Wasser positiv zu beeinflussen. Wie er diese "Wasserbelebung" durchführt, ist das Geheimnis des achtfachen Familienvaters. Anfänglich wurde der Tiroler vor allem von Verbraucherschützern heftigst bekämpft. Heute ist seine Erfindung weltweit im Einsatz – sowohl in Haushalten und Schwimmbädern als auch in großen Industriebetrieben, die damit erstaunliche Chemikalien-Einsparungen erzielen. Selbst Ärzte schwören auf das Grander-Wasser.
Der geniale Tiroler ist relativ öffentlichkeitsscheu; seinen Heimatort verlässt er bestenfalls einmal im Jahr, aber auch dann kommt er nicht weiter als in das benachbarte Kitzbühel. Was Erfindern in der Regel erst nach ihrem Ableben zuteil wird, nämlich hohe internationale Anerkennung, ist ihm bereits zu Lebzeiten vergönnt. Im Jahr 2000 wurde er von der Russischen Akademie der Naturwissenschaften mit dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet, 2001 erhielt er das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich.
Produktion Uranus Verlag GmbH
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